Eine Krankheit entsteht meist sehr langsam. Durch das Zusammenwirken z.B. von Doshas und Dhatus entstehen Anomalien, die sich über verschiedene Stadien hinweg zu einer Krankheit entwickeln. Im Gegensatz zu anderen Systemen behandelt Ayurveda nicht nur die Krankheit, sondern den Patienten. Das heisst, Ayurveda ist in der Lage, die eigentlichen Ursachen, die oft noch gar nichts    direkt mit der entstandenen Krankheit zu tun hatten, zu beseitigen. Würden nur die Symptome behandelt, wie dies z.B. in der Schulmedizin gemacht wird, würde sich die Störung früher oder später in irgendeiner Form wieder zeigen.

Ayurveda ist auch in der Lage, Störungen bereits im Anfangsstadium, wenn nur präklinische Symptome vorhanden sind, oft sogar auch, wenn der Patient noch gar keine spürbaren Anzeichen wahrnimmt, zu diagnostizieren und somit das Ausbrechen einer Krankheit zu verhindern.

Hat sich eine Krankheit manifestiert, arbeitet Ayurveda auf verschiedenen Ebenen. Zum Beispiel wird symptomatisch behandelt, damit der Patient möglichst beschwerdefrei ist und zusätzlich werden die Ursachen entfernt, damit der Organismus erstens von der Krankheit befreit und zweitens wirklich gesund ist.

Für eine solch differenzierte Diagnostik müssen ein grosses Wissen z.B. über den Organismus, die Äthiologie, Pathogenese, Krankheiten und Diagnosemethoden vorhanden sein.

Neben einer genauen Anamnese gehören auch Puls- und Zungendiagnose, Palpation, Analyse von Augen, Nägeln, Haut, Urin und vieles mehr zu den Methoden des Ayurveda.

Es muss herausgefunden werden, welche Doshas gestört oder Shrotas verstopft sind. Ist Ama vorhanden? Wo? Sind die Dhatus bereits angegriffen? Wie ist ihr Zustand? Wie arbeiten die Agnis?
 All dies und noch viel mehr sind Informationen, die wir durch eine genaue Anamnese und Diagnostik erlangen und die grundlegend wichtig sind, um ein optimales Therapiekonzept zu erstellen.

Auf Grund dieser Ergebnisse wird dann z.B. festgelegt, ob und welche physikalische Therapie gemacht werden muss, welche Diät empfehlenswert und welche Heilmittel nötig sind.

Die einzelnen Therapiemethoden werden im Ayurveda genauestens beschrieben. Die Dravyaguna – Kräuterheilkunde – z.B. ist ein grosses Thema, bei dem jedes Heilmittel detailliert betrachtet wird: Toxizität, Biotransformation, Dosierung, Kompatibilität, physikalische und chemische Eigenschaften, Indikationen, pharmazeutische Prozesse und anderes sind genau zu kennen, damit sie richtig angewandt werden können. Ist ein Heilmittel, resp. eine Therapie nicht korrekt auf den Patienten abgestimmt, sind sie nutzlos oder rufen weitere Störungen hervor.

 
   
namaste
ayurveda...
medizin heilkunde
diagnostik therapie
doshas
shrotas dhatus malas
agni und ama
schulmedizin
links und literatur
kontakt