Die Schulmedizin ist bei uns, wie mittlerweile fast überall auf der Welt, sehr populär. Ich bin nicht grundsätzlich gegen diese, gerade in akuten Notfallsituationen und der Chirurgie zeigt sie klar bessere Resultate als Ayurveda. Auch in der Befriedigung unserer sozioökonomischen Gesellschaft, wo viele Menschen meinen, keine Zeit zu haben, um sich zu heilen, bietet die Schulmedizin größere Möglichkeiten: Hier ein Temesta, da ein Aspirin (in den USA sterben jedes Jahr 16'000 Menschen an durch Aspirin verursachten Nebenwirkungen. Dies sind gleich viele wie an AIDS) – solch schnell wirksame Substanzen bestehen im Ayurveda nur sehr beschränkt. Ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist, sei dahingestellt. Wir haben uns oft schon so weit von natürlichen und gesunden Lebensgewohnheiten entfernt, dass es manchmal wahrscheinlich sinnvoll ist, ein solches Mittel zu nehmen. Ein guter Weg ist dies jedoch sicherlich nicht.
Das Ayurvedische Wissen besteht seit Tausenden von Jahren und genau so lange wird es erfolgreich angewandt. Während die Schulmedizin sich durch den ständigen Wechsel von Ergebnissen wissenschaftlicher Ergebnisse definiert, ist Ayurveda ein bleibender Wert. Ein System des Wissens, das in ihrem Verständnis der Schöpfung wurzelt, ohne Lücken, die erst noch
erforscht werden müssen. Eine heilige und perfekte Wissenschaft, die jedes Heilmittel und jede Krankheit erklärt, eine Weisheit, die immer schon war und immer sein wird, da sie von den Rishis Kraft ihrer Meditation und Innenschau vom höchsten Schöpfer selbst empfangen wurde.
Im Ayurveda ist es so, dass ein Arzt nur bezahlt werden musste, wenn er eine Heilung erzielen konnte. Konnte er dies nicht, hatte er zu wenig Wissen und war (oder ist) kein guter Arzt, sondern ein Quacksalber, ein Kurpfuscher. Bei uns steigen die Krankenkassenprämien, Kassen kollabieren, Hunderte von Franken werden ausgegeben für Labor und andere Untersuchungen, Tausende für Therapien. Und allzu oft stehen die Ärzte vor einem Rätsel und wissen nicht mehr weiter, allzu oft verschwinden die Symptome nicht oder können nur gelindert werden. Auch wenn eine Krankheit vordergründig geheilt erscheint, werden sich die Ursachen - die damit noch lange nicht behandelt wurden - früher oder später in irgendeiner Form wieder zeigen. Eine echte Heilung findet gar nie statt!
Wie kann ein vernünftig und analytisch denkender Mensch die Schulmedizin, so, wie sie sich präsentiert, rechtfertigen?
Die moderne Medizin mit ihren Pharmaprodukten existiert erst seit einem relativ geringen Zeitraum und die Politik und Pharmaindustrie investieren sehr viel, um so genannte Fortschritte zu machen und neue Produkte und Therapien auf den Markt zu bringen. Der Aufwand, der dazu betrieben wird, steht in keinem Verhältnis und ist nicht zu rechtfertigen, v.a. auch, weil das nötige Wissen schon längst besteht!
Es wird Forschung betrieben mit einem enormen Aufwand und mit viel Leid an Mensch und Tier. Ayurvedische Mittel müssen nicht an Tieren versucht werden, denn ihre Wirksamkeit kann in den alten Schriften genau nachgelesen werden. Im Übrigen ist es so, dass viele Medikamente,
die an Tieren getestet wurden, beim Menschen unerwartete Reaktionen auslösen. Entschuldigt werden die Milliarden von Tierversuchen mit dem Dienst an die Menschheit. Dies ist eine Farce und in Wahrheit wird damit jedoch nur die Unwissenheit über schon längst beschriebene Wirkstoffe und Heilungsmöglichkeiten offenbart.
Viele Forschungsanstalten haben mittlerweile den Wert von Ayurveda erkannt. Und wiederum wird viel Geld gebraucht, um sich damit zu beschäftigen. Ganze Forschungsteams reisen nach Indien, um alte Schriften auszugraben. Es wird versucht, Wirkstoffe aus Pflanzen herauszulösen, zu isolieren. Mit dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit verloren geht oder erhebliche Nebenwirkungen auftreten. Die Natur ist perfekt geschaffen, sie muss nur in ihrer Anwendung verstanden werden. Die ganze Pflanze jedoch ist der Pharmaindustrie nutzlos – sie kann nämlich nicht patentiert werden – sprich, es kann kein Geld damit verdient werden!!!
Sogar herkömmliche pharma-industrielle Medikamente, die jahrelang getestet wurden, werden von den Ärzten nicht verstanden. Da jede Substanz in jedem Organismus unterschiedlich wirkt, hat ein Standartmedikament nicht bei allen Menschen die selbe Wirkung. Oft werden zusätzliche Störungen – Nebenwirkungen genannt - hervorgerufen. Viele Medikamente rufen mehr Störungen hervor, als dass sie heilen sollen. (In Deutschland gibt es jährlich etwa 200'000 schwere Fälle von Medikamentennebenwirkungen, etwa 15'000 davon enden tödlich!).
Nebenwirkungen bedeuten letztendlich nichts anderes, als dass die zur Heilung oder Linderung eines krankhaften Zustandes gebrauchte Substanz entweder falsch angewandt wurde oder gemäß der zehn im Ayurveda zu untersuchenden Faktoren nicht die angemessene Arznei für den Patienten war. Nach Ayurvedischem Verständnis werden Mittel, die eine Krankheit heilen, aber andere Störungen hervorrufen, nicht empfohlen. Da muss genau das richtige Mittel gefunden werden. Und genau dieses richtige Mittel gibt es auch, nur muss man das nötige Wissen dazu haben.